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| 1960 Erste Besichtigung im scharfen Schuß Schon im März 1960 konnte die 4.Batterie mit ihren 203 mm Haubitzen ihr erstes Schulschießen unter gefechtsmäßigen Bedingungen auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels mit Erfolg beenden (BttrChef: Hptm Schröder, BttrOffz: Lt Golomb). Der Kommandeur Brigade 29, Oberst Gerber, war aus Pfullendorf angereist, um das Bataillon zu überprüfen. Da der RgtStab noch nicht aufgestellt war, hatte man das Bataillon einfach der Brigade unterstellt. Die Erstaufstellung zur Besichtigung fand nicht - wie man annehmen könnte - im Lagerbereich, sondern auf der Panzerringstraße statt. In gefechtsmäßigem Abstand, 50 m von Fahrzeug zu Fahrzeug, war man vor den Kraftfahrzeugen angetreten und der jeweilige Fahrzeugführer erstattete Meldung über seine Besatzung und deren Auftrag sowie über die Ausstattung des Kraftfahrzeuges. Das Schießen selbst fand unter gefechtsmäßigen Bedingungen statt. Geschossen wurde noch nach der alten Methode ohne Feuerleitorgane: Der Beobachter gibt das Feuerkommando an die Feuerstellung mit Ladung, Zünderart, Geschoßart, Geschütz (beim Einschießen), Ziel (mit Stichwort), Seitenrichtung, Entfernung, Feuerart und Munitionseinsatz. In der Feuerstellung mußte der Batterie-Offizier an Hand seiner Schußtafel nur noch die Entfernung und Seite in Strichwerten und den Munitionseinsatz an das Geschütz bzw. die Geschütze weitergeben. Nach erfolgreichem Schießen fand die Abschlußbesprechung bei wunderschönem Frühlingswetter gleich im Gelände statt. Nach der Meldung an den Brigadekommandeur durfte sich die Truppe niedersetzen, um reichlich Lob, aber auch den einen oder anderen Tadel zur Kenntnis zu nehmen. Jedenfalls sprang Hauptmann "Fuzzi" Schröder, ein Chef alter Schule, bei jedem Lob, wie von einer Tarantel gestochen, auf und salutierte durch Handanlegen an die Kopfbedeckung. |
| Die 203 mm Feldhaubitze (rechts und unten Geschütze beim ersten Tag der offenen Tür): - Gefechtsgewicht 13.500 Kg - Schußweite: ca. 17.000 m - Länge: 8,50 m - Breite: 6,80 m (in Feuerstellung) - Höhe: 2,75 m - Bedienung: 15 Soldaten (8 im Frieden) Als Zugmittel diente zunächst das Kettenfahrzeug M 4, dann der LKW 12 to Faun, ein Dreiachser. Beide Zugmittel waren nur bei trockener Witterung brauchbar. Bei schon nasser Wiese rutschten die glatten, absolut ohne Profil montierten Gummipolster des Kettenfahrzeuges und das Geschütz war nur noch mit großer Mühe in Stellung zu bringen. Im Winter war jede Bewegung auf einer Straße ein unglaubliches Risiko. |
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Der erste "Tag der offenen Tür" Das gute Verhältnis zur Stadt und ihrfer Umgebung zeigte sich erstmals deutlich beim "Tag der offenen Tür" am 11. und 12. Juni 1960 als über 24.000 Besucher in die Kaserne strömten. Auf dem Foto links sieht man die Waffenschau des Bataillons mit den schweren Haubitzen und ihren Zugmitteln. |
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| Das Bataillon dem Regiment unterstellt Mit der Aufstellung der 2. Batterie als Unteroffizier-Lehrbatterie und der 5. Batterie als Versorgungsbatterie nimmt das Bataillon die endgültige Struktur ein und wird im Rahmen eines Appells am 13.12.1960 dem inzwischen hier aufgestellten Artillerieregiment 10 unterstellt. Der erste Kommandeur des Regimentes war Oberst Heinz Habicht. Seinen durchaus lesenswerten Regimentsbefehl Nr. 1 finden Sie hier. |
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